Jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat 20.30h Küfe Muskauerstr 15 Berlin-Kreuzberg

Mittwoch, 23. März 2011

Mo. 28.03.2011  20.30h
Der Aufstand der Würde
Die zapatistische Bewegung in Chiapas/ Mexiko
D 2007
65 Min.
Produktion: Luz Kerkeling, Dorit Siemers, Heiko Thiele.
Am 1. Januar 1994 besetzen Tausende indigene Männer und Frauen unter der Losung "Ya Basta!" (Es Reicht!) sieben Städte im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas. Zwei Wochen lang kämpften die Zapatistas, die sich nach dem Revolutionär Emiliano Zapata (1879-1919) benannten, bewaffnet gegen Ausbeutung, Rassismus und Unterdrückung. Seitdemsetzen sie sich mit zivilen Mitteln für eine Verbesserung der Lebenssituation der Bevölkerung ein. Die Zapatistas besetzen Ländereien von Großgrundbesitzern, verteilten den Boden an Tausende Familien und bauen eigene Strukturen auf.
Die zapatistische Befreiungsarmee EZLN hat sich für Land, Gesundheit, Bildung, Freiheit, Demokratie, Frieden und Gerechtigkeit erhoben. Die Bewegung strebt nicht nach der Staatsmacht, sondern fordert eine grundlegende Demokratisierung dder gesamten Gesellschaft und eine Ende der neoliberalen Politik. Bis heute reagieren lokale MachthaberInnen und die Regerung mit Repression, Desinformationskampagnen
und militärischer Präsenz.
Die EZLN sieht ihre Rebellion in einem weltweiten Kontext und rief bereits 1996 zur Bildung einer "Internationalen der Hofnung" auf, um gemeinsam mit anderen Bewegungen für eine solidarische Gesellschaft und den Erhalt der Natur zu kämpfen.
2005 startete die EZLN ihre neueste Initiative, die eine neue Verfassung für Mex
iko und die Stärkung des globalen Widerstandes gegen Kapitalismus zum Ziel hat. In einer langen Mobilisierung sollen unabhängige Organisationen ein Außerparlamentarisches Bündnis aufbauen, um eine neue "Linke und antikapitalistische Alternative" zu schaffen.
Die Dokumentation bietet eine Einführung in das Thema, Einblicke in die selbstverwalteten Strukturen in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Landwirtschaft und Kollektivarbeit sowie eine Erläuterung der zapatistischen Politik. Zudem werden die Schwierigkeiten thematisiert - sowohl innerhalb der Bewegung als auch in Bezug auf die Regerung.
Zu wort kommen neben WissenschaftlerInnen, MenschenrechtsaktivistInnen und JournalistInnen vor allem Frauen und Männer von der Basis der zapatistischen Bewegung.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen