Mo. 12.12.2011 20.30h.
Wir tragen Şûtik
Regie: Rindo Sur
Irak-Kurdistan 2006, 18 Min.
In dem Kurzfilm "Wir tragen Şûtik" betrachtet Rindo Sur den Şûtik, einen sehr langen Schal, der mehrfach um den Bauch gewickelt wird. Dieses in Kurdistan sehr häufig vorkommende Kleidungsstück ist auch ein wichtiger Bestandteil der Bekleidung der kurdischen Guerilla (PKK) und der Pêsmerge (Bezeichnung für die kurdischen Kämpfer im Irak und Iran).
Weg-Sehen-Asyl
Regie: Rindo Sur
D 2007, 7 Min.
Im "Weg-Sehen-Asyl" hat Rindo Sur seine Erfahrungen aus dem
Asylverfahren in Deutschland filmisch verarbeitet. Danach gibts
Diskussion mit dem Filmemacher
Hungern gegen Wände
Regie: Yusuf Yesilöz
D 2004, 52 min
Der Dokumentarfilm von Yusuf Yeşilöz zeigt, wie Cemal Miran mit seiner
Erinnerung und seiner Behinderung den Alltag in der Schweiz meistert.
Ein Film über Unterdrückung und Folter, aber auch über Freundschaft und
Sehnsucht.
1980 wird der kurdische Student Cemal Miran, der sich der demokratischen
kurdischen Bewegung angeschlossen hat, in der Türkei verhaftet, auf
massivste Art gefoltert und von einem Militärgericht zum Tode
verurteilt. Gegen die Schikanen im Gefängnis wehrt er sich mit einem
vierzehntägigen Hungerstreik, er fällt ins Koma und wacht als
behinderter Mensch auf. 1989 wird das Todesurteil aufgehoben, Cemal
Miran wird freigelassen und flieht 1993 in die Schweiz.
"Hungern gegen Wände" ist das Portrait von Cemal Miran, der wegen seines
politischen Engagements für die Kurden insgesamt neun Jahre in
türkischen Gefängnissen inhaftiert war. Ein Mensch, der wegen seiner
Überzeugung in den Hungerstreik getreten ist. Er wollte, wie viele
andere, gegen die Folter in den Gefängnissen protestieren und die
dramatische Lage der politischen Gefangenen in der Öffentlichkeit
bekannt machen. Mit dem langen Hungerstreik setzte er sein Leben aufs
Spiel. Zwar entkam er dem Tod, doch er erwachte aus dem Koma mit
Lähmungen. Diagnose: "Zerebrale Atrophie", eine Krankheit die viele nach
dem Todesfasten wegen Mangelernährung erleiden.
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