Jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat 20.30h Küfe Muskauerstr 15 Berlin-Kreuzberg

Dienstag, 29. November 2011

Mo. 12.12.2011  20.30h.

Wir tragen Şûtik
Regie: Rindo Sur
Irak-Kurdistan 2006, 18 Min. 
In dem Kurzfilm "Wir tragen Şûtik" betrachtet Rindo Sur den Şûtik, einen  sehr langen Schal, der mehrfach um den Bauch gewickelt wird. Dieses in  Kurdistan sehr häufig vorkommende Kleidungsstück ist auch ein wichtiger  Bestandteil der Bekleidung der kurdischen Guerilla (PKK) und der  Pêsmerge (Bezeichnung für die kurdischen Kämpfer im Irak und Iran).

Weg-Sehen-Asyl 
Regie: Rindo Sur
D 2007, 7 Min. 
 Im "Weg-Sehen-Asyl" hat Rindo Sur seine Erfahrungen aus dem 
Asylverfahren in Deutschland filmisch verarbeitet. Danach gibts 
Diskussion mit dem Filmemacher 

Hungern gegen Wände 
Regie:  Yusuf Yesilöz
D 2004, 52 min


Der Dokumentarfilm von Yusuf Yeşilöz zeigt, wie Cemal Miran mit seiner 
Erinnerung und seiner Behinderung den Alltag in der Schweiz meistert. 
Ein Film über Unterdrückung und Folter, aber auch über Freundschaft und 
Sehnsucht.
1980 wird der kurdische Student Cemal Miran, der sich der demokratischen 
kurdischen Bewegung angeschlossen hat, in der Türkei verhaftet, auf 
massivste Art gefoltert und von einem Militärgericht zum Tode 
verurteilt. Gegen die Schikanen im Gefängnis wehrt er sich mit einem 
vierzehntägigen Hungerstreik, er fällt ins Koma und wacht als 
behinderter Mensch auf. 1989 wird das Todesurteil aufgehoben, Cemal 
Miran wird freigelassen und flieht 1993 in die Schweiz.
"Hungern gegen Wände" ist das Portrait von Cemal Miran, der wegen seines 
politischen Engagements für die Kurden insgesamt neun Jahre in 
türkischen Gefängnissen inhaftiert war. Ein Mensch, der wegen seiner 
Überzeugung in den Hungerstreik getreten ist. Er wollte, wie viele 
andere, gegen die Folter in den Gefängnissen protestieren und die 
dramatische Lage der politischen Gefangenen in der Öffentlichkeit 
bekannt machen. Mit dem langen Hungerstreik setzte er sein Leben aufs 
Spiel. Zwar entkam er dem Tod, doch er erwachte aus dem Koma mit 
Lähmungen. Diagnose: "Zerebrale Atrophie", eine Krankheit die viele nach 
dem Todesfasten wegen Mangelernährung erleiden.

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