Flucht und Migration im Film
Zwei Dokumentarfilme von Leona Goldstein zur Situation von Flüchtlingen in Deutschland und in beispielhaft ausgewählten Herkunftsländern in Anwesenheit der Regisseurin, die anschließend für Fragen und Diskussion zu Verfügung steht.
Le Heim
Asylrealität in Deutschland
Deutschland 2005, 16 min, DVD
60 Kilometer östlich von Berlin liegt, in Mitten eines Waldes, die Asylbewerberunterkunft Waldsieversdorf. In der baufälligen ehemaligen NVA-Kaserne leben 18 Erwachsene und 3 Kinder. Die Unterkunft sollte ein Provisorium für zwei Wochen sein, wurde dann allerdings für bis zu drei Jahre zur festen Bleibe der Bewohner. Weggesperrt im Wald macht die "Residenzpflicht" jegliche Bewegung zu einem Risiko für den Aufenthaltsstatus. Leona Goldstein spricht mit Flüchtlingen über ihre Hoffnungen vor ihrer Flucht nach Deutschland, über die Realitäten die sie dort erwarteten, und über ihre persönlichen Formen des Widerstands. Der Film legt Zeugnis davon ab wie institutionalisierter Rassismus den Traum von einem humaneren Leben in der Fremde sukzessiv in Frage stellt.
Au Clair De La Lune...
Realités françafricaines
Elfenbeinküste/Burkina Faso/Mali/Marokko 2006/07, 38 Min., DVD
Elfenbeinküste/Burkina Faso/Mali/Marokko 2006/07, 38 Min., DVD

„Afrika ist nicht arm, es ist verarmt“, sagt die ehemalige Kulturministerin Malis, Aminata Traoré. Die reichen Länder des Nordens verdienen an dieser Verarmung und schotten sich gleichzeitig immer stärker gegen die Migration aus dem Süden und Osten ab. "Au clair de la lune..." zeigt am Beispiel der westafrikanischen Staaten Mali, Burkina Faso und Côte d’Ivoire die politischen und wirtschaftlichen Hintergründe, die Menschen zur Migration bewegen. Dabei werden die ungleichen Beziehungen zwischen Afrika und Europa immer mitgedacht. Auf einer Reise von der Elfenbeinküste nach Marokko fragt die Dokumentarfilmerin Leona Goldstein nach den europäischen Interessen an den afrikanischen "Krisen" und den Realitäten der "globalen Bewegungsfreiheit". Sie zeigt korrupte Politiker und ihre teuren Wahlkampagnen, die Ausbeutung von Rohstoffen und von Menschen. Sie spricht mit Oppositionellen, Flüchtlingen und Arbeiterinnen in Steinbrüchen über ihren Alltag und die Beziehungen zwischen Süd und Nord. Zu Wort kommen unter anderem der Präsident der Inter-Afrikanischen Menschenrechtsliga, Halidou Ouedraogo, die Globalisierungskritikerin und ehemalige malische Kulturministerin Aminata Traore sowie der Musiker Tiken Jah Fakoly.
Eingeschlossen wie in einem Haus ohne Fenster
Deutschland, 8 min.
Nim Alae und Kirstin Buettner
die anschließend für Fragen und Diskussion zu Verfügung steht.
Unter der Adresse http://www.chipkartenini.squat.net/
gibt es Informationen zur derzeitigen Kampagne zur Auflösung der Heime.
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